Vermittlungsmaterial zu transnationalen Widerstandsgeschichten | seit Juli 2025
Geschichte/n widersprechen
Warum wird bestimmten historischen Ereignissen gedacht und anderen nicht? Welche Geschichten sind umkämpft oder bleiben unsichtbar? Und was hat das mit den politischen Konflikten unserer Gegenwart zu tun?
Wien ist voller Spuren von Kämpfen um Demokratie und Formen des Widerstands gegen Ausschlüsse und Ungleichheit, die mancherorts mehr, anderorts weniger sichtbar sind. Vom Mexikoplatz über den Ceija-Stojka-Platz, vom Donaupark bis zum Heldendenkmal der Roten Armee erzählen Orte, Platznamen und Monumente von Kämpfen um die Demokratie, gegen Gewaltherrschaft und für ein vielstimmiges Erinnern. Andere historische Ereignisse und Widerstandsformen sind heute nicht (mehr) hörbar oder in Vergessenheit geraten.
Das Projekt Geschichte/n widersprechen begibt sich auf die Suche nach Orten, Ereignissen und Spuren vergangener Kämpfe und transnationaler Geschichte/n im Wiener Stadtraum. Eine gemeinsam mit Jugendlichen und Künstler:innen gestaltete Quiltdecke versammelt unterschiedliche Erinnerungsformen an antifaschistische Kämpfe, Widerstand, Protest und Aufbegehren und hält gleichzeitig Raum für zukünftige Erweiterungen und Überabeitungen durch Jugendliche mit ihren Fragen, Forderungen und Geschichten offen. Als wachsendes Material zur Aktualisierung von Geschichte/n verbindet der Quilt Ereignisse aus der Vergangenheit mit gegenwärtigen Erfahrungen und bildet den Ausgangspunkt dafür, über unterschiedliche Erinnerungsformen zu sprechen, neue noch unsichtbare Geschichten zu bergen, und mögliche Handlungsräume, um gegen Unrecht aufzutreten, zu befragen.
Projektteam: Renate Höllwart, Simon Nagy und Omni Krug (Büro trafo.K), Philipp Gufler und Petja Dimitrova (Künstler:innen)
Gestaltung Basismodul Quilt: Enes, Cindy Obna, Judith, Nef, Mortaza, Patri/Ada, Zenab sowie Lisbeth Kovačič und Julia Polzer (WUK work.space)
Danke an Carla Bobadilla, Petja Dimitrova, Marcela Torres Heredia für die Begleitung und Versammlung von transnationalen Geschichten, an Magdalena Kreinecker für die Unterstützung der Realisierung des Siebdruckverfahrens und Christian Trattner von der Imkerschule für die Gastfreundschaft.
Die Entwicklung und Realisierung des Projekts wird durch die Unterstützung der Europäischen Demokratiehauptstadt Wien / M A20 und des Zukunftsfonds der Republik Österreich ermöglicht.














